Schlagwort-Archive: Gentrifizierung

This Is Atomic Love

Wir alle sind uns einig, dass das Atomic Café, Münchens bester Konzertclub, viel zu früh von uns gegangen ist. Nie wieder werden wir persönlich vor dem Glitzervorhang stehen können. Zwei Münchner Filmemacher wollen uns aber immerhin das zurückgeben, was uns keiner nehmen kann: Unsere Erinnerungen. Denn Marc Seibold und Heike Schuffenhauer vom BR haben einen vielversprechenden Dokumentarfilm über das Atomic Café begonnen und auch schon einen Trailer veröffentlicht.

Mehmet Scholl, Szenen aus den letzten Clubtagen und einige Interviews sind schon im Kasten. Damit der Film zu Ende gedreht werden kann, sammeln die beiden Geld über Crowdfunding. Wer also dem Atomic Café eine letzte Ehre und eine gebührende Hommage erweisen will, sollte sich auf Startnext an der Finanzierung des Films beteiligen.

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Wem gehört die Stadt? Ein Film über Mut, Mühe und Mitbestimmung

„Das Konzept fällt ja jetzt nicht vom Himmel“, so beginnt Anna Ditges‘ Dokumentarfilm über die Zukunft eines alten Industrieareals in Köln-Ehrenfeld. Gesagt hat den Satz der Investor, der auf dem bisher kulturell genutzten Gelände eine Shopping Mall bauen will. Politik und Verwaltung seien schließlich seit Jahren einbezogen. Nur eine Gruppe wurde vergessen: Die Köln-Ehrenfelder. Und die melden sich jetzt zu Wort.

Bürgerinitiative in Köln-Ehrenfeld

„Wem gehört die Stadt?“ Diese Frage zieht sich durch den Film, in dem Anna Ditges die Geburt und den Fortgang einer Bürgerbewegung begleitet. Gehört die Stadt den Beamten, die sie verwalten? Den Bauherren? Weiterlesen

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Ein Nachruf auf den besten Club der Stadt

Der Glitzervorhang ist Geschichte, das Atomic Café ist an Neujahr für immer von uns gegangen. Was bleibt sind die Erinnerungen an unzählige großartige Abende und die Tatsache, dass hier Münchner Musikgeschichte geschrieben wurde.

Versteckt hinter einer unscheinbaren Tür, in Laufnähe zur Luxusmeile Maximilianstraße, hat sich das Atomic Café den Ruf als vielleicht Deutschlands besten Konzertclub erarbeitet. Wer in intimer Atmosphäre vor dem Glitzervorhang spielte, hat nicht selten kurz darauf die großen Hallen gefüllt.

So abgedroschen der Satz klingen mag – das Atomic Café war einer der wenigen Läden, die beweisen konnten, dass in Unterhaltung Haltung steckt. Das Programm war eine Ansage gegen Beliebigkeit, meist irgendwo zwischen Weiterlesen

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Public drinking oder die Demokratisierung der Stadt

Füße baumeln von den Bögen der Hackerbrücke. Am Gärtnerplatz klirren Bierflaschen. Von den Treppenstufen der Bavaria schallt lautes Lachen. An lauen Sommerabenden sind die Straßen und Plätze voller Leben. Halb München versammelt sich gemeinsam zur sommerlichen Lieblingsbeschäftigung, dem Public Drinking.

Bavaria

Es liegt ein ganz besonderer Reiz darin, öffentliche Plätze zu erobern. Nackte Orte aus Stein und Zement, die das restliche Jahr lang so sonderbar fremd sind, weil sie eigentlich für einen ganz anderen Zweck gemacht wurden: Verkehr zu tragen, an etwas zu erinnern, Weiterlesen

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Ausstellung: Wie München wohnt

WGs, Altbauten, Stuck, Bruchbuden – wo und wie leben eigentlich die Münchner?

WG des Autors zur Weihnachtszeit.

WG des Autors zur Weihnachtszeit.

Der Farbenladen, ein Schaufenster für Popkultur und junge Kunst, zeigt mal wieder eine interessante Ausstellung. In „Aufgeschlossen“ blicken junge Fotografen in die Wohnungen, in die Köpfe und hinter die Fassaden der Stadt. Kuratiert wurden die Fotos von der Junge-Leute-Seite der SZ. An den Wochenenden gibt’s tolle Musik von Münchner Bands!

Ab 3. Mai im Farbenladen, Eintritt frei, Details auf der Website vom Feierwerk.

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München im Reserviert-Modus

Wer darf hier Platz nehmen – und wenn ja, wie viele?

Reserviert

„Reserviert“ tönt es in einer halb-leeren Münchner Bar von allen Tischen. Ein Zustand, der für die ganze Stadt gelten kann. Man kommt rein, fragt nett, es wird zögerlich ein Plätzchen freigemacht. Man ist angekommen und fragt sich doch: „Bin ich hier eigentlich richtig?“

Exkurs. Wohnungsbesichtigung in München. Eine echte Traumbude! Etwas klein geschnitten, zur Straße raus, aber hey, U-Bahn-Anschluss, und das für einen dreistelligen Monatsbetrag! Wie erwartet platzt die Wohnung aus allen Nähten, die besichtigende Meute kreist wie eine Horde Aasgeier über den Selbstauskunftsbögen. Weiterlesen

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