Auf Banksys Spuren

Vandalismus oder berechtige Kunstform? Graffitis und Street Art sorgen für Kontroversen. Während sie in Berlin oder Hamburg akzeptierter Teil des Straßenbilds sind, ist München (früher Hauptstadt des Graffiti) heute nicht mehr für seine Street-Art-Kultur bekannt. Und doch gibt es hier eine sehr aktive Szene, die – abseits von belanglosen Kritzeleien – sehenswerte Werke hinterlässt.

Tumblingerstraße

Ein Eldorado für Sprayer scheint das Schlachthofviertel zu sein. Unübersehbar die Ziegelmauern an der Tumblingerstraße, die legal besprayt werden dürfen und immer wieder in neuem Angesicht erstrahlen. Aber auch wer mit offenen Augen durch die Straßen im Dreimühlenviertel streift, entdeckt an fast jeder Ecke Weiterlesen

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Eine streng rationale Versammlung

Wenn smartphone-affine Rentner über die neuerdings lesende Jugend lästern,
wenn ein fiktiver Dialog Menschheit-Schwein literaturwissenschaftlich analysiert wird,
wenn Klavierchansons über Wurstverarbeitung zum Besten gegeben werden,

– dann ist man mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Rationalversammlung gelandet, einer schrägen Mischung aus Lesebühne, Liederabend, Poetry Slam und Kabarett-Klassentreffen.

Gestern war wieder einmal einer dieser Hirn-Ausschüttungs-Abende, den Weiterlesen

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Münchner Lieblinge: Favorit Bar

Was macht man an diesen Abenden, an denen man den Drang verspürt wegzugehen, aber eigentlich nicht weggehen will? Genau, man geht in die Favo. Eine alte Bekannte in der Münchner Barlandschaft, irgendwo im Niemandsland zwischen Sendlinger Tor, Fußgängerzone und Agip-Tankstelle gelegen. Wer sich hierher verirrt, weiß was ihn erwartet: Verlässlichkeit.

Die Deckenlampen schummern verlässlich orange-rot, an die kahlen Wände durfte höchstens mal Klarlack und auch das Publikum war schon immer unprätentiös. Diese trotzig-abgeranzte Atmosphäre hat Weiterlesen

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Ein Klavier, ein Klavier

„Spiel mich!“ heißt es bald wieder in der Isarmetropole. Ein Jahr nach der Kunstaktion „Play me, I’m yours“ stehen auch dieses Jahr wieder 12 öffentliche Klaviere in München und können bespielt werden – von Künstlern, Musikern und Passanten.

Die Idee ist simpel: Jeder, der will, darf von morgens bis abends spontan losklimpern, und natürlich darf auch spontan zugehört werden. Nach diesem Prinzip wurden schon in New York und London öffentliche Plätze bespielt und mit Leben gefüllt. Interessante Begegnungen, Spontanität und Ablenkung auf sonst eher vernachlässigten Plätzen versprechen sich die Veranstalter. So fanden sich in München letztes Jahr Jamaram zu einem spontanen Konzert ein …

… laue Abende wurden mit Klaviermusik versüßt … Weiterlesen

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3 Bands, 1 Wohnzimmer: Sofar Sounds Munich #2

Wäre es nicht toll, wenn Menschen an einem Ort zusammen kommen, die nur eines verbindet – die Liebe zu großartiger Livemusik? Sofar – Songs From A Room ist ein weltweites Netzwerk, das genau dies tut, nämlich talentierte junge Bands und Musikliebhaber zusammenzubringen. In beinahe 100 Städten steigen seitdem sehr intime und sehr einzigartige Wohnzimmerkonzerte. Seit diesem Sommer auch in München.

Der zweite Gig von Sofar München war für den 19. August angekündigt Weiterlesen

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Kontrollierter Kontrollverlust

Oben steht eine Band, als Kulisse für die Show am Boden.
Die ersten Akkorde erklingen, der Spaß beginnt.
Getränke werden jetzt nicht mehr in die Münder, sondern in die Menge entleert.
Menschen, die sich gerade in Schale geworfen haben, werfen mit allen Körperteilen um sich.
T-Shirts und Umgangsformen gehen verloren.
Kurzzeitig wird die Bühne geentert. Weiterlesen

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Radeln auf dem Ring

Heute hat sich die selbsternannte Radlhauptstadt München etwas Besonderes einfallen lassen: Zum ersten Mal konnten die Münchner auf dem Mittleren Ring fahren — aber ausnahmsweise mal nicht im Dauerstau mit dem Auto, sondern ganz entspannt auf zwei Rädern.

Radler auf dem Mittleren Ring in München

Unter dem Motto „Ring frei“ gehörte die Schnellstraße ganz den Radlern. Eine gelungene symbolische Aktion, auf die hoffentlich auch bald echte Verbesserungen folgen Weiterlesen

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Public drinking oder die Demokratisierung der Stadt

Füße baumeln von den Bögen der Hackerbrücke. Am Gärtnerplatz klirren Bierflaschen. Von den Treppenstufen der Bavaria schallt lautes Lachen. An lauen Sommerabenden sind die Straßen und Plätze voller Leben. Halb München versammelt sich gemeinsam zur sommerlichen Lieblingsbeschäftigung, dem Public Drinking.

Bavaria

Es liegt ein ganz besonderer Reiz darin, öffentliche Plätze zu erobern. Nackte Orte aus Stein und Zement, die das restliche Jahr lang so sonderbar fremd sind, weil sie eigentlich für einen ganz anderen Zweck gemacht wurden: Verkehr zu tragen, an etwas zu erinnern, Weiterlesen

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Rembrandt auf Reisen

Die Alte Pinakothek wird saniert und Rembrandts Selbstportrait muss ausziehen. Die Pinakotheken machen daraus kurzerhand eine originelle Social-Media-Aktion und schicken Rembrandt auf die Reise. Sieben Exemplare seines jugendlichen Selbstbildnis gehen um die Welt, sorgfältig dokumentiert unter dem Hashtag #myRembrandt. So kam der Gute schon zur Fußball-WM, ins All und in die Hände von Ai Weiwei. Ich hatte die Ehre Rembrandt in seine Heimatstadt Amsterdam auszuführen.

Wo es den Guten noch so hinverschlagen hat, kann man auf der Twitter-Wall der Pinakotheken nachlesen.

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