Katrin Sofie F. und der Däne machen Spoken Beat

Seit einiger Zeit mischt ein Duo die Bühnen von München auf: Katrin Sofie F. und der Däne. Katrin und Fred kombinieren Spoken Word mit Schlagzeug. Warum das nichts mit Hip-Hop zu tun hat und wie sie ihre Musik sehen, darüber habe ich mit den beiden gesprochen.

Katrin Sofie F. und der Däne

WHAT THE MUC: Ihr macht also keinen Hip-Hop?
Katrin: Natürlich gibt es da Überschneidungen. Aber wir kommen nicht aus der Hiphop-Kultur, deshalb möchte ich auch nicht sagen, dass ich rappe. Unsere Wurzeln sind im Spoken Word.

WHAT THE MUC: Wie beschreibt Ihre Eure Musik?
Fred: Unsere Musik ist sehr reduziert. Wir kombinieren nur zwei Elemente, nämlich Wort und Beat. Das ist in gewisser Weise Urmusik, denn Stimme und Trommeln waren die ersten Instrumente, die der Mensch je hatte. Gelegentlich nehmen wir den Bass als Begleitinstrument dazu, aber auch da geht es ja um Rhythmus.
Katrin: Wenn wir Sprache und Schlagzeug aufeinander loslassen, ist das wie ein Gespräch, wir interagieren miteinander und spielen sehr intuitiv. Fred improvisiert viel am Schlagzeug, da vertrauen wir uns blind. Fred hat mal gesagt: Unsere Band ist wie ein Spielplatz, die einzige Regel ist der Minimalismus.

WHAT THE MUC: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, zusammen Musik zu machen?
Katrin: Das war Freds Idee.
Fred: Wir haben uns über SONIE, eine befreundete Musikerin kennengelernt. Dann habe ich Katrin solo performen gesehen. Da war so viel Rhythmus drin, da habe ich gedacht, wir müssen einfach was zusammen machen. Ich wusste nicht was, aber irgendwas. Also haben wir zusammen gejammt. Da haben wir gleich gemerkt: Jetzt ist gerade etwas passiert, das wollen wir weiter machen.

Katrin Sofie F. und der Däne

WHAT THE MUC: Katrin, worum geht es in deinen Texten?
Katrin: Ich beschreibe Momente, Stimmungen, Gefühlszustände. Es geht aber nicht darum, eine tiefere Geschichte zu erzählen oder eine bestimmte Haltung einzunehmen. Ich nehme einfach nur Momente auseinander. Wie man das deuten mag und wo man sich wiederfindet, überlassen wir unserem Publikum. Wir haben auch sehr viel Spaß an Nonsens-Lyrik. Also lustig klingende Worte und Laute, aus denen wir dann mehr entstehen lassen.

WHAT THE MUC: Am 12. März spielt ihr euer erstes abendfüllendes Konzert.
Fred: Ich freue mich sehr darauf. Es dauert immer etwas, bis man auf der Bühne „drin“ ist und richtig Gas geben kann. Deshalb freue ich mich, jetzt über eine längere Strecke zu spielen. Wir geben auf der Bühne sehr viel, nach einem Konzert sind wir richtig ausgebrannt.
Katrin: Endlich ein Stehkonzert! Bisher haben wir meistens bei bestuhlten Konzerten gespielt. Aber unser erstes eigenes Konzert ist definitiv zum Stehen, Tanzen, Zuhören. Und nicht zum Sitzen.

WHAT THE MUC: Was kommt als Nächstes?
Katrin: Wir können noch nicht zu viel verraten, aber für den Sommer ist das eine oder andere Festival geplant. Darauf freuen wir uns wie Bolle! Außerdem wollen wir in Kopenhagen spielen. Die Dänen sind sehr offen und experimentell in Sachen Musik. Ein Workshop mit Jugendlichen ist auch in Planung. Es wird um Rhythmus und Sprache gehen. Wir wollen den Jugendlichen Spaß an der Sprache vermitteln und ihnen zeigen, dass Wort und Beat ein wunderbares Ausdrucksmittel für die eigenen Gefühle sind.

Katrin Sofie F. und der Däne – Das erste große Römmtömmtömmtömm!
Donnerstag, 12. März 2015, 19:30 im Giesinger Bahnhof, Tegernseer Landstr. 21, München.
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